1985 zu Ehren des Vaters der modernen québécois-Botanik gegründet, ein Gebürtiger von Kingsey Falls, zeichnet sich dieser Garten-Museum durch spektakuläre dreidimensionale Mosaikkulpturen und eine Sammlung von 1200 fleischfressenden Pflanzen aus, ergänzt seit 2025 durch ein neues Museum zum québécois-Kulturerbe.
Der Marie-Victorin-Park ehrt den Bruder Marie-Victorin, Pionier der wissenschaftlichen quebecischen Botanik, geboren 1885 in Kingsey Falls, dessen Arbeiten das Wissen über die laurentianische Flora zu Beginn des 20. Jahrhunderts tiefgreifend geprägt haben. Gegründet 1985 zum hundertsten Jahrestag der Geburt dieses Botanikers, entwickelte sich der Garten schrittweise zu einem der größten botanischen Gärten Quebecs, verteilt auf sechs Kilometer Wege durch sieben thematische Gärten, in denen sich über 60 000 einjährige Pflanzen ausbreiten. Die spektakulärste Attraktion des Ortes bleiben seine dreidimensionalen Mosaïkulturen, gigantische Pflanzenskulpturen, die Insekten oder andere organische Formen darstellen, deren technische Realisierung beträchtliche gartenbauliche Fachkenntnisse erfordert und deren regelmäßige Erneuerung das Interesse regelmäßiger Besucher aufrechterhält. Der Rundgang Mysterious Carnivores, der die Sammlung von 1200 fleischfressenden Pflanzen des Parks durch riesige Fallen und eine interaktive familiäre Multimediasuche präsentiert, ergänzt das pädagogische und spielerische Angebot des Ortes. 2025 eröffnete der Park ein neues Museum, das mehrere Ausstellungen über die Reichtümer des quebecischen Erbes präsentiert, darunter eine Ausstellung zur Gusseisensammlung von Alain Lemaire, Mitbegründer des Unternehmens Cascades in unmittelbarer Nähe von Kingsey Falls, wodurch eine unerwartete thematische Brücke zwischen Botanik, Kunst und regionaler Industriegeschichte entsteht, das Ganze gesäumt vom Nicolet-Fluss, der dieser Familiendestination noch mehr landschaftlichen Charme verleiht.