Gründerstadt, in der Jacques Cartier 1534 das Territorium im Namen des französischen Königs in Besitz nahm, verbindet Gaspé dieses Gründungserbe mit seinem Regionalmuseum, das fünf Jahrhunderte Geschichte der Ureinwohner, Fischer und Siedler nachzeichnet.
Gaspé nimmt einen gründenden Platz in der Geschichte der französischen Präsenz in Nordamerika ein: An dieser Stätte pflanzte Jacques Cartier am 24. Juli 1534 ein Kreuz und nahm das Territorium offiziell im Namen von König Franz I. in Besitz, eine gründende Geste, die heute durch mehrere Denkmäler in der Stadt kommemoriert wird, darunter das Cartier-Kreuz, das zur Erinnerung an dieses zentrale Ereignis der französischen Kolonialgeschichte errichtet wurde. Das Musée de la Gaspésie, eine in der Stadt gegründete regionale Museumsinstitution, zeichnet durch seine Dauerausstellungen über fünf Jahrhunderte menschlicher Besiedlung des Halbinselgebiets nach, von den Micmac, den ersten Bewohnern der Region, bis zu den aufeinanderfolgenden Wellen von baskischen, kanalischen, irischen, schottischen und akademischen Fischern, die sich im Laufe der Jahrhunderte dort niederließen und das charakteristische kulturelle Mosaik formten, das die gaspésische Identität bis heute prägt. Die Stadt Gaspé, heute das wichtigste Urban- und Verwaltungszentrum des östlichen Endes der Halbinsel, dient als logischer Ausgangspunkt für die Erkundung des benachbarten Nationalparks Forillon und ist ein unverzichtbarer Halt für alle, die die Ursprünge der europäischen Präsenz auf dem Gebiet verstehen möchten, das später zum heutigen Québec werden sollte.