Eine Hommage an Richard Lavoie, Jay Sewall und Robert Cyr — drei Musketiere der québecer Musik, die seit Jahrzehnten Noten, Lächeln und eine wohlwollende Lebensphilosophie teilen, darunter Richard, der vor zwei Jahren von uns gegangen ist. Weil das Leben ohne Musik nichts ist, erinnern wir uns und leben aus vollen Zügen — hier weiß man endlich, woran.
Die Musketiere der Musik
Sie sind zu dritt, wie in den alten Romanen, die man heimlich liest. Richard Lavoie, Jay Sewall und Robert Cyr: Musketiere der Akkorde und Worte, Komplizen auf der Bühne und im Leben, verbunden durch diese ansteckende Leidenschaft namens Musik — und durch jenes seltene Talent, das man häufig unterschätzt: zu philosophieren, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen.
Seit Jahrzehnten spielen sie, singen sie, lächeln sie. Und sie bringen andere zum Lächeln. Ihr ergebener Diener gehört dazu, ganz bescheiden, unter den vielen Glücklichen, denen sie ihre Noten und ihr herzliches Lachen geschenkt haben.
In der Mitte des Videos ist Richard. Vor zwei Jahren von uns gegangen. Zwei Jahre — das ist kurz und lang zugleich.
Diese drei haben mir vieles erschlossen: Musik, Québec und — am überraschendsten — mich selbst. Denn das Leben ohne Musik ist nichts, und die Musik ohne das Leben ebenso wenig.
Also leben wir aus vollen Zügen. Lächeln wir immer wieder, immer wieder, immer wieder. Für uns, und für jene, deren Hände die Saiten nicht mehr berühren.
In Québec sagt man Je me souviens — ich erinnere mich. Man weiß nicht immer, woran. Hier, jetzt, ich — ich weiß es.
Philippe Goupil


